Das Gloria Kino – Filmprogramm zur dOCUMENTA (13)

Kennen Sie das? Sie haben sich im Kino einen Film angesehen, der Sie hinterher zum Nachdenken veranlasst hat? Genau das ist auch das Ziel der Filme, die im Gloria Kino gezeigt werden.

© Denise Hoffmann

In dem für die dOCUMENTA entwickelten Filmprogramm werden Kontroversen und Widersprüche der einzelnen Filmemacher im Bezug zur Gesellschaft aufgezeigt. Durch das Mitwirken der zahlreichen Künstler aus unterschiedlichen Ländern geschieht dies aus vielen abwechslungsreichen Blickwinkeln, zu verschiedenen Augenblicken und an unterschiedlichen Orten.
Das Programm ist in drei Themenbereiche unterteilt: „Verbotenes und Populäres Kino“, „Künstler und Filmemacher“ und „Afghanistan“.
In dem ersten Teil werden Filme gezeigt, die – wie der Titel bereits vermuten lässt – in den Ursprungsländern verboten oder zensiert wurden. Diese Filme werden kombiniert mit solchen, die ihrerseits sehr bekannt und beliebt waren und große Besucherzahlen zu verzeichnen hatten. Diese Konfrontation der Gegensätze soll den Betrachter dazu veranlassen, selbst herauszufinden, welche Art von Kunst er vorzieht und welche Werte er ihr zuspricht. Anders als es ihm die Gesellschaft durch Verbote und Zensuren vorenthält und verbietet.
In dem Programmpunkt „Künstler und Filmemacher“ haben verschiedene Künstler ihre ganz eigenen Impressionen in den Filmen verarbeitet und damit auch zur Ausformung der dOCUMENTA (13) beigetragen. Hier werden beispielsweise Arbeiten der Kunstausstellung gezeigt, teilweise handelt es sich dabei sogar um Erstvorstellungen.
Im dritten Programmpunkt werden afghanische Filme vorgestellt. Hier werden fiktionale und dokumentarische Filme, neue Arbeiten –  sowie ältere und weniger bekannte Filme gezeigt. Das Ziel ist es, dadurch zu veranschaulichen, welche Art von Werten über Filme zum Ausdruck kommen und wie diese weiterhin umgesetzt werden können. Die Filme sollen außerdem andere Seiten von Afghanistan aufzeigen, die in den Alltagsmedien wie z. B. durch Nachrichten im Fernsehen, nicht vermittelt werden.

Das Filmprogramm wird mit einer einwöchigen fortlaufenden Filmvorführung beendet werden, die „Three Little Pigs“ (dt.: „Drei Kleine Schweinchen“) heißen und vom Filmemacher Albert Serras inszeniert wird. Bei den Protagonisten dieses Stückes handelt es sich um drei wichtige Personen der Geschichte: Johann Wolfgang von Goethe, Rainer Werner Fassbinder und Adolf Hitler. Als Schauplatz dienen verschiedene Orte in Kassel.

Auch werden Filme aus dem Programm im Open-Air-Kino gezeigt. Bei gutem Wetter lassen sich dort schöne Filmabende verbringen.

Gloria-Kino am Ständeplatz, Friedrich-Ebert-Str. 3
Open-Air-Kino im Kulturzentrum Dock 4, Untere Karlsstr. 4

Karten können für 7.50,- € erworben werden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.filmladen.de

(dh)

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