Vom Unsichtbaren zum Sichtbaren

Nicht nur visuell, sondern auch kulinarisch hat die Documenta Einiges zu bieten. Und das nicht nur an den Bars und Ständen rund um den Friedrichsplatz. Ein Projekt von  Robin Kahn und Peter Lamborn Wilson für die Documenta verbindet Kunst mit Cuisine.

Mein erster Spaziergang durch die Karlsaue führte mich unter Anderem an einem orientalischen Zelt und einem Campingwagen vorbei, von dem mir ein appetitlicher Duft entgegen wehte.

©50bananas

Es handelte sich hierbei um The Art of Sahrawi Cooking von Robin Kahn & La Cooperativa Unidad Nacional Mujeres Saharauis (The National Union of Women from Western Sahara). Hintergrund dieses Aufbaus ist das Aufmerksammachen auf das Schicksal der Bewohner der Westsahara, insbesondere der Frauen, die durch die Annektierung ihres eigenen Landes durch Marokko staatenlos geworden sind. Seitdem verschwindet das gesamte Volk der Westsahara nach und nach aus dem Bewusstsein der Menschen.

Besucher kosten den lecker duftenden Couscous

©50bananas

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Die Idee für das Projekt  in der Karslaue entstand durch einen Traum des Dichters und Historikers Peter Lamborn Wilson, der neben dem Künstler Robin Kahn für das Wüstenzelt verantwortlich ist. Wilson sah in diesem Traum Frauen aus der Westsahara, die für die Besucher der Documenta Couscous zubereiten. Aus dem Traum wurde Wirklichkeit. Aus den Unsichtbaren wurden Sichtbare.

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Von 12 bis 19 Uhr wird in regelmäßigen Abständen Couscous angeboten. Außerdem ist man auch gern gesehener Gast in dem mit Teppichen ausgelegten Zelt, wo man mit den überaus freundlichern Bewohnern Tee trinken kann.

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